Spielregeln Pokervarianten

Niemand wird verwundert darüber sein, dass es – genau wie bei allen anderen Spielen auch – beim Poker Regeln gibt. Sobald man diese kennt, hat man einen Grundstein für das Pokerspiel gelegt. Eine allgemeine Pokerregel gibt es nicht, da mehrere, verschiedene Pokervarianten existieren. Nur eines haben alle Pokervarianten gemeinsam: Es müssen mehrere Spieler sein und, wenn man von der Pokervariante Razz einmal absieht, versucht jeder, die bestmögliche Hand zu bekommen.

Poker ist durchaus ein Spiel mit sehr vielen Seiten und kann auf eine sehr spannende und interessante Entstehungsgeschichte zurückblicken. Unzählige, verschiedene Einflüsse trugen dafür Sorge, dass sich mehrere verschiedene Pokervarianten entwickelt haben. Die größten Veränderungen fanden im 19. Jahrhundert statt. Poker ist im Grunde ein Synonym für den amerikanischen Traum. Beim Poker kann man mit Können und harter Arbeit sehr viel erreichen. Heutzutage ist Texas Hold’em die weltweit verbreitetste Variante beim Poker. Dabei gerät der spannende, auf Glück basierende Faktor oftmals in den Hintergrund. Ferner kommt durch die gezielte Bewerbung von Texas Hold’em die große Auswahl an anderen Pokervarianten häufig zu kurz. Sofern man eine Aufteilung in verschiedene Kategorien vornehmen möchte, kann man die verschiedenen Pokervarianten mit ihren eigenen Regeln ungefähr so splitten:

Die erste Kategorie ist die berühmteste, nämlich das Hold’em-Poker. Unter diesem Hauptbegriff sind mehrere Pokervarianten zusammengefasst, welche zwar auf den gleichen Grundregeln basieren, aber im Spiel dann doch einen anderen Spielablauf aufzeigen. Die bekanntesten Varianten des Hold’em-Poker sind Texas Hold’em und Omaha Hold’em. Dazu gehören noch die weniger bekannten Variationen wie Yukon Hold’em und auch Royal Hold’em. Die Variante Easy Poker wird hauptsächlich in Casinos angeboten. Wenn im Gespräch von Hold’em-Poker gesprochen wird, ist damit in der Regel die Variante Texas Hold’em gemeint. Die allererste Hold’em-Poker-Form war vermutlich das Kartenspiel „Wild Widow“, welches zum ersten mal ca. 1920 aufgetaucht ist. Bei dieser Urform wurde 1 Karte offen gelegt. Das charakteristische an den Hold’em-Varianten ist die Tatsache, das im Spielverlauf eine oder mehrere Gemeinschaftskarten offen auf den Spieltisch gelegt werden, mit denen die Spieler ihre Hände zu einer Gewinnerhand machen können und müssen. Neben den Gemeinschaftskarten erhält jeder Spieler beim Texas Hold’em 2 sogenannte Hole Cards. Diese Karten sind für den Spielverlauf der aktuellen Runde unveränderlich. Je nach Hold’em-Variante ist es unterschiedlich, wie viele Karten die einzelnen Spieler verwenden dürfen. Um den Unterschied zu Omaha-Poker zu verdeutlichen, sei gesagt, dass man beim Omaha-Poker im Unterschied zu Texas-Hold’em 4 Hole Cards bekommt, davon aber nur die 2 für die eigene Hand besten benutzen darf.

In der nächsten Kategorie geht es um das so genannte Stud Poker. Die bekanntesten Varianten beim Stud Poker sind Seven Card Stud, Five Card Stud, Razz und Tropical Stud. Grundsätzlich umfasst der Begriff Stud Poker sämtliche Varianten, in denen ein Spieler mehrere offene und verdeckte Karten bekommt. Noch eine Besonderheit ist, dass es meist ein anderer Spieler ist, der die Runde eröffnet. Das bedeutet, dass es nicht um Uhrzeigersinn immer um einen Platz wechselt, sondern nach anderen Kriterien entschieden wird. Es wird als relativ sicher erachtet, dass diese Variante in der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs entstanden ist.

Die dritte Pokerkategorie umspannt das Draw Poker. Dabei gibt es nur wenige oft gespielte Versionen wie z. B. 5 Card Draw Poker und Tripple Draw Poker. Das 5 Card Draw ist wohl das bekannteste Pokerspiel, da es die Variante ist, die man für gewöhnlich in den älteren Fernseh-Western zu sehen bekommt. Inhaltlich erhält jeder Spieler 5 Karten und kann von diesen theoretisch alle Karten 1x austauschen und muss versuchen, daraus eine Gewinnerhand zu machen.

In der vierten Kategorie kommen die gemischten Pokervarianten zum tragen. Die bekannteste Pokermischung ist das so genannte H.O.R.S.E.-Poker. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Holdem, Omaha, Razz, 7-Card-Stud und Eight or Higher 7-Card-Stud. Diese Variante wird eher selten gezielt gespielt, muss aber dennoch hier Erwähnung finden, damit alles vollständig ist.

Die letzte Kategorie umfasst alle Pokervarianten, die sich nicht eindeutig zu den oben genannten Variationen zuordnen lassen. Es sind die weniger bekannten Pokervarianten, die aber ebenfalls wegen der Vollständigkeit erwähnt werden. Um ein paar Beispiele zu nennen: Let it Ride Poker, Chineese Poker, Pai Gow Poker und Red Dog Poker. Zu diesen Pokervarianten gibt es nochmals untergeordnete Variationen wie z. B. Speedpoker, Kuhnpoker und Würfelpoker. So weit, so gut. Um allerdings wirklich pokern zu können, genügt es nicht, sich eine grobe Übersicht zu verschaffen, da muss es schon sehr ins Detail gehen. Deshalb nun nachfolgend die wichtigsten Regeln für die jeweiligen Pokervariationen.

Grundsätzlich ist Texas Hold’em genau wie die anderen Pokervarianten ein Gesellschaftskartenspiel mit mehreren Biet-Runden. Vor der ersten Biet-Runde wird ein Spieler als Kartengeber (Dealer) bestimmt. Man nennt diese Position auch Button. Nach der ersten Spielrunde wechselt der Button dann immer um eine Position nach Links zum nächsten Spieler. Der Spieler direkt links neben dem Dealer wird Small Blind genannt und der Spieler neben dem Small Blind wird zum Big Blind. Diese beiden Spielpositionen sind in jeder Runde die einzigen, die zwingend Geld in den Pot bringen müssen, unabhängig von ihrer Hand. Daraufhin erhält jeder einzelne Spieler genau 2 Spielkarten. Dabei ist darauf zu achten, dass diese beiden Karten mit dem Bild nach unten ausgegeben werden. Man nennt diese Starthände auch Hole Cards. Die erste Biet-Runde wird vom Spieler links des Big Blind eröffnet. Danach geht es wie gewohnt im Uhrzeiger Sinn weiter. Sobald die erste Biet-Runde beendet wurde, werden direkt 3 Gemeinschaftskarten offen auf die Tischmitte gelegt, diesen Spielzug nennt man „Flop“. In der zweiten Biet-Runde fängt derjenige Spieler an, welcher noch im Spiel ist und links des Dealers seinen Platz hat. Danach geht es erneut im Uhrzeigersinn weiter. Sobald die 2. Runde durch ist, wird die 4. Gemeinschaftskarte auf die Tischmitte gelegt. Diese Karte wird in Fachkreisen „Turn“ genannt. In der 3. Runde verhält es sich genau wie in der vorigen Runde. Ist auch diese Runde dann beendet, kommt die 5. und letzte offene Gemeinschaftskarte in die Tischmitte, auch „River“ genannt. Danach können die verbliebenen Mitspieler noch einmal ihre Einsätze einbringen u. ä. bis entschieden ist, welcher der Teilnehmer das Gewinnerblatt bilden konnte. Book of Ra kostenlos spielen.

Die Basisregeln beim Omaha entsprechen bis auf wenige Ausnahmen denen von Texas Hold’em. Lediglich die Anzahl der Hole Cards ist verändert. Allerdings gibt es beim Omaha-Poker noch die Variablen Hi/Lo. Das bedeutet, dass man hier auch mit den niedrigsten Karten gewinnen kann. Der deutlichste Unterschied zwischen Omaha und Hold’em ist die Anzahl der Hole Cards. Während man bei Texas Hold’em lediglich 2 Hole Cards erhält, bekommt man beim Omaha-Poker 4 Anfangskarten. Von diesen muss man aber exakt 2 verwenden, welche man mit den nach und nach aufgedeckten Gemeinschaftskarten so kombinieren sollte, dass man eine gute bis sehr gute Gewinnerhand erreicht. Es gilt also beim Omaha-Poker: 2 Hole Cards müssen genutzt werden und genau 3 Gemeinschaftskarten, dass eine gesamte Hand von 5 Karten dabei herauskommt. Der Unterschied zu Hold’em ist dabei, dass man beim Hold’em nicht gezwungen ist, seine Hole Cards zu verwenden. Bei Omaha ist dies Pflicht.

Deutlich anders verhält es sich beim immer beliebter werdenden Razz. Diese Casino Pokervariante wird unter eingefleischten Pokerspielern auch manches mal „Loser-Poker“ genannt. Diese Bezeichnung ist allerdings nur scherzhaft gemeint, da man hier nur gewinnen kann, wenn man die niedrigste Hand der Runde hält. Viele Hold’em Pokerspieler beklagen sich darüber, dass sie ständig nur niedrige Hände bekommen würden. Denen wird dann Razz nahe gelegt, da die Spieler dort dann ja die besten Gewinnchancen hätten. Dass dem nicht so ist, muss nicht näher erläutert werden. Razz-Spieler sind allerdings auf der anderen Seite dieser Behauptung zu finden. Dort wird dann geklagt, dass man nur hohe Hände bekommen würde. So gesehen spielt es kaum eine Rolle, welche Variante man spielt, es kommt final immer auf Können und ein Quäntchen Glück an.

Einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangte Razz bei der WSOP 2004. Razz ist spielbar zwischen 2 und 10 Spieler. Die ideale Spielerzahl für Razz-Poker wird im allgemeinen bei 6 Spielern angesetzt, wie man sie dann auch bei PokerStars findet. Soweit bekannt, ist PokerStars im übrigen der einzige Online-Pokerraum, der Razz-Turniere anbietet. Bei Razz ist es wie bei den übrigen Low-Ball-Variationen auch: Es gewinnt die Hand mit dem niedrigsten Wert. Hier ist das As die kleinstmögliche Spielkarte. Die beste Hand beim Razz ist dementsprechend also As/Zwei/Drei/Vier/Fünf. Diese Hand wird auch „Wheel“ genannt.

Bei Omaha Hi/Lo kann nur diejenige Hand in der Low-Variante gewinnen, wenn 5 Spielkarten Acht oder niedriger sind, ohne dabei ein Paar oder ein Set etc. zu bilden. Bei Razz ist das ein wenig anders. Bei Razz kommt es nicht darauf an, 8 oder besser zu haben, sondern einfach nur darauf, die niedrigste Hand zu halten. Es ist bei Razz theoretisch möglich, auch mit 2 Paaren noch zu gewinnen, auch wenn dies praktisch wohl eher nie vorkommen wird. Razz-Poker erfordert sehr viel Geduld und eine ziemlich tighte Art zu spielen. Lernen Sie die Poker Regeln auf pokertoplist.net

Gute Starthände sind bei Razz-Poker sehr leicht zu merken. Entsprechend der weiter oben bereits angeführten Kartenwertigkeit ist die perfekte Starthand bei Razz As/Zwei/Drei. Alle anderen Karten bis 5 (ohne Paarbildung) sind selbstverständlich ebenfalls sehr gut. Hat man als Spieler Karten zwischen As und Sieben, sollte man diese aber genauso aggressiv spielen wie As/Zwei/Drei, aber nicht völlig unvorsichtig. Dies gilt vor allem dann, wenn auch andere Spieler niedrige offene Karten vorweisen können. Man kann bis zur Acht versuchen, seine Bets zu platzieren um die Antes zu stehlen. Das funktioniert in einzelnen Runden sicherlich auch das eine oder andere mal, allerdings sollte man das nicht zu oft riskieren, denn die Gegner werden nicht immer ihre Hände ablegen und ehe man sich versieht, verliert man seinen Einsatz. Ein entscheidender Faktor bei Razz-Poker sind die offenen Karten der Gegenspieler. Ein sehr erfahrener Razz-Spieler schaut sich die offenen Karten der Gegner genau an und errechnet sich daraus im Verhältnis zu den eigenen Karten die Gewinnchance.

Während man sich beim 7-Card-Stud Poker Live-Karten wünscht, verhält es sich beim Razz-Poker dementsprechend umgekehrt. Ein einziges Paar kann eine bis zur Paarbildung sehr gute Hand beim Razz völlig vernichten. Hält man zum Beispiel eine Starthand mit As/Fünf/Drei und man sieht bei anderen Spielern ebenfalls As/Sechs/Drei ist einem guten Spieler sofort klar, dass die eigenen Gewinnchancen steigen, da das Risiko, ein Paar in die eigene Hand zu bekommen, immer geringer wird. Das Razz-Spiel wird im Grund dann beendet, wenn die 7. Karte ausgeteilt wurde. Jetzt hält jeder noch im Spiel verbliebene Teilnehmer 3 für die Gegner unsichtbare Karten und 4 für die Gegner sichtbare Spielkarten. Selbstverständlich folgt daraufhin noch eine letzte Biet-Runde. Da keine weitere Karte mehr folgen wird, müssen alle Spieler nun versuchen, die Beste Kombination aus den 7 vorhandenen Spielkarten zu bilden. Da es bei Razz-Poker keine Gemeinschaftskarten gibt, müssen alle Spieler eine möglichst niedrige Hand aus den 7 Spielkarten bilden, die jeder in seiner eigenen Hand hält. Wichtig ist, dabei zu beachten, dass man lediglich 5 der 7 vorhanden Karten für die eigene Hand nutzen darf, um sie zu kombinieren. Im Klartext ausgedrückt bedeutet das: die höchsten 2 Karten werden von der zu bewertenden Hand ausgeschlossen.

Abschließend kann man sagen, das hier nun die wichtigsten Eckpunkte über Pokerstrategien angesprochen wurden. Man muss aber auch ausdrücklich betonen, dass es sich hier nicht um eine detaillierte Abhandlung handelt, da das Thema Poker mit all seinen Variationen und Strategien und Regeln nur schwer in einer kurzen Beschreibung zusammenfassen lassen. Es gibt aber für Details mehr als genug Informationen im Internet.