Pokerregeln und Poker Strategien

Verschiedene Arten, beim Poker zu bluffen

Erfolgreiche Pokerspieler wissen, wie man einen Poker-Bluff gut getimed einsetzt. Bluffen beim Poker ist vermutlich die am meisten diskutierte Strategie, wird aber bei Weitem nicht so oft eingesetzt, wie man vermuten würde. Andererseits wäre das Ausschließen von Bluffs beim Poker ein großes Manko, dass mittelfristig für viel Langeweile sorgen würde. Wenn man niemals blufft, wird man viel zu durchschaubar und lässt Chancen aus, seine Gewinne zu steigern und die Anzahl der gewonnenen Hände würden ebenfalls deutlich absinken. Geblufft wird, wenn man keine Chance sieht, einen Pot zu gewinnen bzw. wenn man den Pot holen möchte, bevor alle Spielkarten ausgeteilt wurden. Bei einem Pokerspiel um Geld kann man kalkulieren, ob sich der Poker Bluff lohnen wird oder nicht. Um das herauszufinden, vergleicht man die Odds, den Bluff erfolgreich durchzuführen mit der Einsatzhöhe, der benötigt wird und dem bereits vorhanden Betrag im Pot. Das ist eine Fähigkeit, welche man sich aneignen muss, um feststellen zu können, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Mitspieler folden werden.

Zu beachtende Faktoren bei der Entscheidung ob man blufft oder nicht

1. Art der Gegner
2. Anzahl der Gegner
3. die eigene „Lesefähigkeit“
4. das eigene Image am Tisch
5. das Board (sofern vorhanden)
6. die eigene Position
7. die Potgröße

Art der Gegner
Es macht keinen Sinn, schwache Gegner zu bluffen da sie ohnehin jeden Einsatz callen. Diese Spieler werden „Calling Stations“ genannt. Das ist ein oft gemachter Fehler, also sollte man sicher sein, dass der Rest der Mitspieler erfahren genug ist um zu wissen, wann gefoldet werden sollte.

Anzahl der Gegner
Es ist grundsätzlich keine gute Lösung zu bluffen, wenn man 3 oder mehr Spieler am Tisch hat, gegen die man spielen muss. Das gilt besonders für Texas Hold’em. Bluffen funktioniert am besten, wenn man gegen einen einzelnen Spieler spielt. Als Grund zählt nicht die Tatsache, dass dann nur ein Gegner vorhanden ist, sondern dass im Pot wesentlich weniger Geld liegt. Das macht es nicht sehr erstrebenswert, sein Glück herauszufordern.

Das eigene Image am Tisch
Wenn man am Tisch ein Image hat, das dem loosen Spieler entspricht und nicht dem tighten, ist es eher unwahrscheinlich, dass man einen Bluff erfolgreich zuende bringen kann. Hat man erst kürzlich geblufft und wurde dabei erwischt, werden die anderen Mitspieler deutlich eher dazu tendieren, den Einsatz zu callen, den man gebracht hat. In diesen Fällen kann es dafür sicherlich hilfreich sein, eine Art „umgekehrte“ Psychologie anzuwenden. Wenn ein guter Gegner einen beim Bluffen erwischt hat und er einen ebenfalls für einen starken Spieler hält, könnte er davon ausgehen, dass man nicht versuchen wird, ihn ein weiteres mal zu bluffen.

Die Lesefähigkeit
Ist man in der Lage, durch Lesen der Gegner herauszufinden, welche Karten höchstwahrscheinlich gehalten werden, kann man gute Momente zum Bluffen aufdecken. Diese Fähigkeit gilt jedoch als die schwierigste, die beim Poker zu erlernen ist, dafür ist es aber auch die wichtigste.

Das Board
Wenn man eine Poker-Variante spielt, welche ein Board hat, und sollte das entsprechende Board so aussehen, dass es die Gegenspieler schlagen könnte bzw. falls es so wirkt, als ob den Gegner eine Reihe von Möglichkeiten eröffnet wird, ist es höchst unwahrscheinlich, dass man mit einem Bluff Erfolg haben wird. Falls das Board nur wenige Karten oder Draws hat, welche den Gegnern vermutlich nicht dabei helfen werden, die Hände zu verbessern, könnte der Bluff dagegen gut funktionieren. Wenn man in diesen Momenten eine sehr starke Hand vortäuschen kann, funktioniert der Bluff vermutlich noch besser. Ist das Board unkoordiniert und enthält eine Karte, die man als „Schreckenskarte“ bezeichnen kann, stellt dies einen sehr guten Zeitpunkt dar, bei dem man Bluffen kann.

Die Potgröße
Dass Gegner callen werden, ist wahrscheinlicher, wenn der Pot eine entsprechende Größe hat, weil dann die Chancen der Gegner auf den Pot deutlich größer sind. Wenn man aber erfolgreich blufft, sofern der Pot entsprechend groß ist, dann ist es genau umgekehrt und die Belohnung fällt deutlich größer aus. Für den Fall, dass solche Situationen auftreten, muss man ein sehr gutes Urteilsvermögen haben.

Die Position
Sitzt man an einer späten Position, erhält man sehr viele nützliche Informationen über die jeweiligen Hände der Gegenspieler. Das macht die späten Positionen besser geeignet, um zu bluffen als die frühen Positionen. Man könnte an einer späten Position sein und sämtliche Spieler vor einem haben gecheckt. Falls das Board günstig wirkt und nur wenige Spieler übrig sind, sollte man einen guten Bluff in Betracht ziehen. Man darf aber nicht nur ein einziges Konzept dieser Strategien fürs Bluffen übernehmen. Vielmehr muss man sie alle zusammen beachten, wenn man die Überlegung anstellt, ob es ein guter Zeitpunkt zum Bluffen ist oder nicht.

Die Organisation des Bankroll

Zu viele Anfänger und gerade beginnende Pokerspieler schätzen die notwendigen finanziellen Mittel, welche für eine ausgedehnte Pokersession benötigt werden, völlig falsch ein. Das Geld beim Poker, welches man sich zum Spielen leisten kann und eventuell auch verliert, wird für gewöhnlich als Bankroll bezeichnet. Poker bringt nur einen unsteten Ertrag, deshalb stehen die Chancen gut, dass man entweder reichlich Echtgeld gewinnt oder eine große Menge verliert. Besonders gilt das fürs Online-Poker und Multi-Table-Spiele.

Gerade Anfänger sollten versuchen, an Tischen mit Low Limit mit dem Spielen anzufangen, um ein echtes Gespür dafür zu bekommen, wie man richtig spielt und ebenfalls, um nicht direkt viel Geld zu verlieren. Selbst wenn es einem möglicherweise lächerlich erscheinen mag, um ein paar Cent zu spielen, ist es wirklich sehr hilfreich, in dieser Limit-Klasse zu beginnen. Nur auf diese Art und Weise lernt man, gut zu spielen und man hat die nötige Ruhe, um die stetig wechselnden Ups und Downs verkraften zu können. Sehr oft kaufen neue Spieler sich mit einem viel zu kleinen oder deutlich zu großen Bankroll in den Tisch ein. Sicherlich hat beides seine Vor- und Nachteile, denn gerade als Anfänger sollte man sich mit kleineren Stakes einkaufen und nicht mit zu großen. Weil man mit kleinem Stake in der Regel das etwas schwierige Postflop-Spiel nicht mitspielt, da man in der Regel bereits vor oder beim Flop dann All In geht (bezieht sich auf No Limit), ist es definitiv leichter, ein gutes Spiel zu machen. Die nachfolgenden Leitlinien sollen einem helfen, sich mit einem ausreichend großen Stake am Tisch einzukaufen und darüber hinaus auch das Bankroll-Management richtig anzuwenden.

Viele machen Bankrollfehler
Ein sehr großer Fehler ist es, den Bankroll als ein Turnier Buy-in zu behandeln. In anderen Worten ausgedrückt bedeutet das, wenn man bereits einige Tage/Wochen bei +/- 0 Profit steht, könnte man annehmen, dass es eine durchaus gute Idee wäre, mit seinem gesamten Bankroll in ein höheres Limit zu wechseln. Das ist ganz klar falsch! Man sollte sich einige Wochen oder gar Monate auf ein und demselben Limit aufhalten. Wenn man sich dann sicher ist, dass man dieses Limit garantiert langfristig schlagen kann, sollte man ein Limit höher in Angriff nehmen. In klareren Fakten ausgedrückt bedeutet dies, dass man schon mindestens 8.000 Hände auf einem Limit gespielt haben sollte, bevor man in den höheren Bereich wechseln sollte.

Nun, man hat es geschafft, ein bestimmtes Limit über längere Zeit zu schlagen. Jetzt geht es weiter. Man darf nicht davon ausgehen, dass es weiterhin so leicht bleibt, Profit zu machen, wie es in den unteren Limits möglich ist. Verschiedene Limits erfordern unterschiedliche Spielstile, um profitabel sein zu können. Das heißt, man muss sich immer weiterbilden, weil auf den höheren Limits wissen der Großteil der Gegner auch schon vieles über das Poker spielen, deshalb sollte man sich auf jeden Fall spätestens jetzt, wenn man in ein höheres Limit wechseln will, mit den Artikeln für Fortgeschrittene und auch Experten auseinandersetzen. Wenn man die Möglichkeit dazu hat, sollte man sich auch Coachingvideos anschauen, um besser zu werden. Außerdem kann man in diesen Videos sehr gut beobachten, wie die Profis spielen. Man sollte sich ebenfalls auch mit anderen Spielern austauschen und die gespielten Hände, bei denen man sich unsicher war, in einem entsprechenden Forum posten damit diese Hand von anderen bewertet wird.

In diesem neuen, nun höheren Limit muss man sein Bankroll erneut unter die Lupe nehmen, denn man wird vermutlich auf Spieler treffen, die stärker spielen als man selbst. Man steht einem Risiko gegenüber, bei diesen erhöhten Limits zu passiv zu spielen, weil man es sich evtl. nicht leisten kann, zu verlieren. Auch fehlt einem die nötige Erfahrung in diesem Limitbereich, um mit der angebrachten Zuversicht an das neue Limit heranzugehen. Man sollte dieses Verhalten vermeiden, denn es darf einen nicht schmerzen, dieses Geld zu verlieren. Idealerweise betrachtet man sein Bankroll bereits als verloren, wenn man sich an einen Tisch einkauft. Das sollte einen vom Druck befreien, gewinnen zu müssen.

Ein sehr guter Richtwert für sein Bankroll-Management ist es, mit nicht mehr als 3 % des eigenen Bankrolls in Form eines Stakes an einen Tisch zu gehen. Mal angenommen, man hat z. B. ein Bankroll von $ 1.000, nimmt man nicht mehr als $ 30 mit an einen Tisch. Alles was über diesen Betrag hinaus geht, kann einen sehr schnell an den Rand des Ruins führen. Professionelle Spieler gehen oftmals mit gerade einmal 1 % ihres Bankrolls an einen Tisch.

Es stellt sich die Frage, mit wie vielen Big Blinds man sich nun an einem Tisch einkaufen sollte. Diese Frage ist berechtigt, denn sie ist elementar. Gerade Anfänger sollten mit kleinem Stake, ergo wenigen Big Blinds an den Tisch gehen. Im Idealfall geht man mit dem kleinstmöglichen Betrag an einen Spieltisch. Das ist vor allem beim No Limit essenziell. Im späteren Verlauf, wenn man sich gut genug mit der Spielweise nach dem Flop, Turn und auch River auskennt, kann man zur Steigerung des Profits auch mit etwas mehr Geld-Poker spielen. Erwähnenswert ist es hier, dass mit Bankroll nicht das gesamte ersparte Vermögen gemeint ist, sondern lediglich der Betrag, den man zum Spielen übrig hat. Es darf einem kein schlechtes Gefühl geben, wenn man seinen gesamten Bankroll verlieren würde.

Es ist von Vorteil für die sehr wenigen professionellen Spieler welche es gibt, dass der absolute Großteil der Pokerspieler lediglich aus Spaßgründen Poker spielen. Wenn man nicht zu 100 % auf das Gewinnen aus ist, sondern spielt, um einfach eine gute Zeit zu haben, gehört man zu den rund 95 % aller Pokerspieler, die zu den Amateuren zählen und einfach nur spielen, um Spaß zu haben. Trifft einen diese Beschreibung recht gut, dann sollte man an den Low Limit-Tischen so viel Spaß wie möglich haben, aber man darf sich dann nicht beschweren, wenn man keinen Gewinn oder sogar Verlust an den Pokertischen macht. Hat man allerdings vor, zumindest keinen Verlust zu machen oder sogar Gewinne einzustreichen, kann man nur raten viel über Poker zu lesen und stetig an seinem Pokerstil zu arbeiten. Es gibt reichlich Strategien im Internet die einem helfen sollen, sein eigenes Pokerspiel entsprechend zu verbessern. Während man sich diese Strategien aneignet, macht es sich langfristig bezahlt, dies an den Low Limit-Tischen zu machen. Man wird feststellen, dass sich das eigene Spiel in 50 bis 75 Stunden Spielzeit deutlich verbessert. Und man kann bereits Profit erwirtschaften, wenn man die erlernten Techniken ca. 100 Stunden eingeübt hat. Wenn man während dieser „Übungsstunden“ alle Strategien mehrere Male durchexerziert, entwickelt man ein Gespür dafür, die richtige Strategie in der richtigen Situation anzuwenden. Es gilt: Üben, Üben und nochmals Üben!

Die Pokerdisziplin

Um beim Poker konstant gewinnen zu können, bedarf es der entscheidenden Fähigkeit, diszipliniert an die Sache herangehen zu können. Sämtliche anderen Verhaltensregeln basieren auf dieser Hauptregel. Man muss Disziplin üben, um die nötige Geduld zu entwickeln, auf ein gutes Spiel, eine spielbare Hand oder auch auf die richtigen Möglichkeiten zu warten. Disziplin bedeutet, in kein Pokerspiel einzusteigen, bei dem man keinen Vorsprung hat. Es bedeutet auch, niemals eine Hand zu spielen, die einen in Bedrängnis bringen kann und Disziplin bedeutet ferner, dass man sein Geld meisterhaft handhabt und aus seinen Fehlern lernt. Entscheidend ist, dass man seine Emotionen immer kontrolliert und nicht anfängt zu „Tilten“. Man darf niemals spielen, wenn man betrunken, müde oder emotional aufgewühlt ist. Man sollte sich auch immer selbst die Frage stellen, ob man richtig spielt.

Die Beobachtung der Gegner und des Spielgeschehens
Betrachtet man seine Gegner, kann man eine Menge dabei lernen. Viel von der Zeit, die man mit Poker spielen verbringt, beschäftigt sich keineswegs mit der eigenen Hand und diese Zeit sollte genutzt werden, um die anderen Mitspieler zu beobachten. Man muss beobachten, wie die Gegner ihre Hände spielen und man muss das benutzen, was man aus dieser Beobachtung heraus lernt. Man muss lernen, darauf zu achten, was die Gegenspieler sagen. Viele Spieler erzählen einem, welche Hände weggelegt wurden oder weshalb sie ein Blatt auf eine bestimmte Weise gespielt haben. Man muss herausfinden, welche Hände sie halten und dann versuchen, ihre Hände festzustellen. Wenn man eine Hand gegen sie spielt, kann man diese Informationen nutzen um deren Checks, Calls, Bets und auch Raises zu interpretieren und was sie zu bedeuten haben. Man muss genauso viel Zeit und Aufmerksamkeit auf sein eigenes Spiel verwenden und dabei immer sein eigenes Image am Tisch bedenken. Zu beachten ist, dass viele Spieler das Spiel gar nicht beobachten und man selbst so gut wie gar kein Image am Tisch hat, sofern man gegen diese Art von Spielern antritt. Genauso wie man nach bestimmten Verhaltensmustern bei den Gegenspielern schaut, sollte man auch auf seine eigene Verhaltensweise achten. Wenn man eine bestimmte Verhaltensweise an einem Gegner bemerkt, sollte man darüber nachdenken, wo man das gleiche Verhaltensmuster selbst zeigt oder nicht zeigt und dann künftig versuchen zu vermeiden, solche Informationen über sich selbst preiszugeben.

Den Stil umschalten
Wirklich gute Pokerspieler sind nicht zu lesen und wechseln stetig ihre Strategie. Wie man das am besten selbst macht hängt davon ab, wie die Gegner und das eigene Tisch-Image sind. Ist man bekannt dafür, sehr solides Poker zu spielen, und wenn man nicht beim Bluffen erwischt wurde, behält man die sogenannte Bluff-Gleichheit sofern man sich dazu entscheidet, einen Bluff anzuwenden. Wenn man sehr loose gespielt hat und einige Bluffs durchgezogen hat, könnte sich das auszahlen, wenn man eine gute Hand hat. Spielen die anderen Spieler tight, sollte man looser spielen. Spielen die Gegner loose, sollte man selbst tighter spielen. Man muss versuchen, seinen Gegnern am Tisch immer einen Schritt voraus zu sein. Jene Fähigkeit, sein Spiel durch das Wechseln von Strategien genau zum passenden Zeitpunkt auszugleichen, wird das eigene Spiel sehr unvorhersehbar machen. Deshalb macht es Sinn, manchmal seine Spiele anzusagen wenn man weiß, dass man eine gewisse Zeitspanne gegen die gleichen Spieler spielen wird. Man sollte ihnen Hände zeigen, die man normalerweise nicht spielen würde und man muss sein Spiel entsprechend variieren, um denselben Spielern in den folgenden Runden die Chipstacks abzunehmen. Das ist weniger entscheidend, wenn man Poker-Online spielt, da die Gegner dann nicht wirklich viel Aufmerksamkeit für das Spiel verwenden und die Gegner oft wechseln. In der passenden Situation kann das allerdings auch online eine gute Strategie darstellen.

Das Geld-Management

Kann man seine eigenen Finanzen nicht richtig handhaben, wird man kein konstanter Gewinner sein, egal wie gut das eigene Spiel sein mag. Das bedeutet, dass man nur an Spielen teilnehmen sollte, die man sich leisten kann und man sollte wissen, wie viel Gewinn man auf längere Sicht erwarten kann. Der Grund, warum sehr viele Begabte Pleite gehen ist, dass diese sehr oft an Limits spielen, welche ihre Finanzen schlicht nicht unterstützen können. Es gibt immer wieder Zeiten, in denen man einfach kein Glück hat, auch wenn man gut spielt. Die eigenen Finanzen müssen ausreichend groß sein, damit solche Schwankungen ausgeglichen werden können. Es ist eine gute Daumenregel, Finanzen in der Hinterhand zu haben, die 300 x dem Big Bet beim Limit Hold’em entsprechen. Wenn man ein erfolgreicher Spieler ist beim Limit und 100 x oder mehr der Big Bets hält, kann man sich das Geld jederzeit auszahlen lassen und diese Gewinne für anfallende andere Ausgaben benutzen und damit seine Finanzmittel nie anwachsen lassen. Im Ergebnis wird man auf diese Art zwangsläufig Pleite gehen!

Wie man erkennt, ob man zu aggressiv spielt
Vermutlich kennt man diesen Begriff nicht oder man hat keine Erfahrung damit, aber „tilten“ passiert jedem Pokerspieler von Zeit zu Zeit. Was aber bedeutet „going on tilt“ beim Poker genau?

„Tilten“ heißt, dass man zugelassen hat, dass die Emotionen die Fähigkeit, vernunftbasiert Poker zu spielen, überlagert hat. So etwas passiert oftmals mitten in einer Pechsträhne, aber es kann einem jederzeit passieren, selbst wenn alles gut läuft. Beim Poker ist logisches Denken unabdingbar. Wird dieses logische Denken unterbrochen, stellt dies ein Risiko für das Spiel dar. Selbstverständlich ist es schwer, die eigenen Gefühle dauernd unter Kontrolle zu halten aber wenn man Poker spielt, ist es wichtig, diese gerade im richtigen Moment im Griff zu haben. Hat man ein Bube/Dame in Pik und der Flop kommt mit As/Dame/zehn in Herz und wird dazu noch eine große Menge an Chips gesetzt, muss man einfach einsehen, dass man am Besten foldet. Wenn jemand „Tiltet“ würde er vermutlich probieren, den Pot zu bekommen, obgleich das eine sehr schlechte Entscheidung wäre. Pokerspieler „im tilt“ jagen vergangenen Träumen hinterher, und je mehr man als Spieler solchen Träumen hinterher hängt, desto stärker verschlechtert sich die gesamte Situation. Spieler, die sich ärgern und unkonzentriert sind, verlieren oftmals all ihr Geld, welches sie an den Tisch gebracht haben. Man muss eine solche Situation unbedingt vermeiden.

Gelegentlich erscheint Poker geradezu unmenschlich, da es zwar Emotionen auslöst, jedoch diejenigen belohnt, welche wie aus Stein gemeißelt sind. Es ist nichts, wovor man Angst haben sollte und auch nicht jeder Spieler kann einem Eiswürfel gleichen aber es ist sehr wichtig, rational und konzentriert zu bleiben, wenn man am Pokertisch sitzt. Der Großteil der Spieler tiltet wegen eines großen Verlustes oder wenn sie gar eine Session erwischen, bei der die Spielkarten ganz einfach keine gute Hand bringen wollen. Andere Spieler tilten nach mehreren großen Gewinnen, allerdings sind die Tilts, welche aus Gewinnen resultieren meist deutlich kürzer als jene, die von Verlusten herrühren.

Wie kann man das Tilten vermeiden? Zuerst gilt: man muss erkennen, wenn es passiert. Dieser Aspekt ist der wichtigste. Wenn man feststellt, dass man seinen Gefühlen erlaubt, das Spiel zu beeinflussen, sollte man ein paar Spiele aussetzen, an beruhigende Dinge denken, etwas trinken, die Beine vertreten oder einfach das tun was man braucht, um sich wieder unter Kontrolle zu bringen. Wenn man beim Online-Poker merkt, dass man tiltet, sollte man nicht fluchen oder auf den Computer einschlagen, weil das verändert an der Situation gar nichts und beschädigt höchstens die wertvolle Ausrüstung. In diesem Fall sollte man sich einfach für einen Moment ausloggen.

Was Poker Odds sind
Wenn es darum geht, beim Poker Entscheidungen zu treffen, sind die Pot Odds ausschlaggebend. Die Poker-Odds stellen eine Beziehung zwischen Pot-Größe und Größe des Wetteinsatzes her. Gibt es beispielsweise einen Pot von $ 10 und der Wetteinsatz $ 2 muss gebracht werden um callen zu können, bekommt man Pot Odds von 5:1. Muss man für eine Wette im gleichen Pot für $ 5 callen, erhält man Pot Odds im Verhältnis 2:1.

Die Potgröße
Man muss sich immer über die Größe des Pots im Klaren sein. Wenn man in einem Limit-Spiel drin ist, zählt man besser die Menge der Wetteinsätze als den Geldbetrag im Pot. Sollten sich die Wetteinsätze verdoppeln, wie z. B. beim Texas Hold’em, dann muss man die großen Wetteinsätze als 2 kleine Wetteinsätze zählen. Wird No Limit oder Pot Limit gespielt, ist es schwerer, den Pot zu zählen. Dadurch werden die Odds vermutlich nicht ganz exakt sein. Zählen muss man sie allerdings dennoch.

Die Verwendung der Pot Odds
Wenn man die Pot Odds festgestellt hat, muss man diese Information entsprechend angemessen verwenden. Damit dies gelingt, muss man eine Verbindung zwischen den Pot Odds und der eigenen Hand herstellen. Das bedeutet im Klartext, dass man in der Lage sein muss, die möglichen Hände der Gegner einzuschätzen und damit zu überlegen, wie die eigenen Chancen stehen, die bessere Hand am Tisch zu erreichen. Angenommen, man hat einen Flush Draw im Flop und man spielt gegen einen Gegner von dem man annimmt, dass er zumindest ein Top-Paar hält. Es existieren neun Karten, die sogenannten Outs, welche einem zu Flush verhelfen, wenn man einen Four Flush gefloppt hat. Von dieser Situation ausgehend, erkennt man, dass eine 35 % Chance besteht bzw. 2:1 dagegen, dass man diesen Flush durch den Turn und River erreicht. Das heißt, man muss mindestens Pot Odds von 2:1 haben, um einen Einsatz beim Flop zu bringen.

Die implied Odds
Die implied Odds stellen einen Bezug zwischen der Größe eines aktuellen Pots und dem Pot her, von dem man annimmt, ihn zu gewinnen. Das heißt, dass der Pot gelegentlich nicht die korrekten Pot Odds hat, sofern man sich dazu entschieden hat, etwas mehr Action zu erreichen und mehr Gewinne einzufahren, sofern man ein Blatt trifft. Beim Limit Hold’em setzt der Gegner z. B. $ 20 in einen Pot von $ 80 und der eigene Call beschert einem dann Pot Odds im Verhältnis von 5:1, da man $ 20 riskiert, um $ 120 gewinnen zu können. Wenn man aber erwartet, dass der Gegner den Einsatz callt oder sogar beim River raist, wenn man seine Hand spielt, betragen die eigenen implied Odds 6:1 oder sogar 7:1.

Texas hold’em und Omaha Daumenregel
Durch jedes Out erhält man eine 4 % Chance, beim Turn und River einen Treffer zu landen. 5 Outs bringen einem z. B. eine Chance von 20 % auf die Verbesserung der eigenen Hand, 6 Outs dementsprechend 24 % usw.

Die richtige Denkweise als Pokerspieler
Um richtig Poker spielen zu können, wird eine bestimmte Denkweise verlangt, welche für viele Anfänger schwierig zu erfassen ist. Es ist relativ leicht, während des Pokerspiels abgelenkt zu werden. Die nachfolgenden 4 Punkte sollen gerade Anfängern helfen, solche Störfaktoren zu minimieren um ein Gewinner beim Poker sein zu können.

4 Fähigkeiten, die unverzichtbar sind
Professionelle Pokerspieler gelten entweder als tight oder aggressiv. Die sogenannten Pokerhaie spielen nur wenige Hände. Wenn sie allerdings eine Hand spielen, tun sie dies mit einem Instinkt der einem Killer ähnelt. Für Pokerprofis sind diese Begriffe sicherlich eine gute Beschreibung, für Neulinge werden sie allerdings nicht einfach zu verstehen sein.

Mathematik

Gute Pokerspieler sollten sich mit gängigen Wahrscheinlichkeiten auskennen. Da geht es um Wettchancen, welche man sich merken sollte, weil es einem sehr viel Zeit ersparen wird, wenn man beim Spiel unter Druck gerät. Es gibt beispielsweise die Wahrscheinlichkeit von 1:8 auf die Chance, ein Set zu erhalten, wenn man schon ein Pocket Paar hält. Die Chance, beim Flop ein Flush Draw zu vervollständigen, liegt bei ungefähr 33 %. Je mehr Wahrscheinlichkeiten man kennt, desto größer ist die Hilfe, auf die man zurückgreifen kann, wenn man am Spieltisch sitzt oder auch online spielt. Man muss sich auf die entscheidenden Zahlen konzentrieren, weil es unmöglich ist, jede zur Verfügung stehende Statistik auswendig zu lernen. Man wird allerdings ein gewisses Erinnerungsvermögen für die entsprechenden Fakten entwickeln.

· Outs entsprechen nicht ausgeteilten Karten, welche die eigene Hand verbessern. Professionelle Pokerspieler wissen immer um ihre Outs. Man muss die Übersicht darüber behalten, wie viele Karten der eigenen Hand helfen können und man muss ebenfalls über den Bezug auf die Wahrscheinlichkeiten nachdenken. Damit die Wettchancen berechnet werden können, zählt man einfach die Zahl der Outs, multipliziert sie mit 2, addiert 2 und das Ergebnis sagt aus, wie sich der %-Satz verändert, mit dem man eines der Outs erwischen kann, um seine Hand zu verbessern. Es ist lohnenswert, sich diese Formel zu merken und anzuwenden.

Die Disziplin

· Profispieler setzen sich selbst einen Vorteil voraus. Der große Unterschied zwischen einem Profispieler und einem schlechten Pokerspieler ist, dass die schlechten Pokerspieler nicht davon ausgehen, zu gewinnen, die Profispieler diese Erwartung aber mitbringen. Ein „Fish“ hofft lediglich darauf, dass das Glück ihm zur Seite steht und spielt auch andere Online Casino Spiele. Ein guter Pokerspieler ist dagegen nicht auf Glück angewiesen, sondern hofft, dass andere Spieler kein Glück haben.

· Gute Spieler wissen, dass in jedem Spiel ein anderes Level an Disziplin erforderlich ist. Ein sehr disziplinierter No Limit-Pokerspieler kann ein sehr unbefangener Limit-Spieler sein. Genauso verhält es sich auch umgekehrt. Die meisten disziplinierten Spieler spielen Limit Poker vor dem Flop sehr tight. Das heißt, er spielt nicht sehr viele Hände. Er wählt also die Hände mit hohem Gewinnpotenzial sehr sorgfältig aus.

· Dem gegenüber steht der No Limit-Spieler, welcher mit einer anderen Einstellung an das Spiel herangeht. Diese Spielersorte zeigt weniger Besorgnis darüber, dass man zu viele Blinds spielt. Er konzentriert sich mehr darauf, sich nicht einkesseln zu lassen. Der Hauptunterschied zwischen den disziplinierten Limitspielern und den disziplinierten No Limit-Spielern ist, dass ein Limit-Spieler vermeidet, seinen gesamten Chipstack auf einen Schlag zu verlieren. Deshalb kann ein sehr disziplinierter No Limit-Spieler sehr viele Hände spielen. Bereits vor dem Flop kann er genauso loose spielen wie jeder andere am Tisch. Er weiß allerdings ganz genau, wann Hände gefoldet werden sollten, die eine Menge Ärger bedeuten würden.

· In einem Lied gibt es eine sehr folgerichtige Aussage: „when to hold’em and when to fold’em“ was übersetzt bedeutet: ein wirklich sehr disziplinierter Spieler weiß, wann er seine Hand behalten oder lieber folden sollte. Der Spieler erkennt, wenn andere „on tilt“ sind, also zu besonders aggressivem oder zu hastigem Spielen neigen. Auch merken sie, wenn ein Spiel zu lukrativ ist, um es zu beenden. Dieses Wissen erhält man nur durch Spielpraxis. Bis man die entsprechende Spielerfahrung gesammelt hat, sollte man sich auf seine Instinkte verlassen. Wenn man beim Spielen merkt, dass man sich eher von seinen Gefühlen als vom Verstand leiten lässt, ist es das Vernünftigste, einfach eine kurze Pause einzulegen.

· Ein disziplinierter Spieler weiß, dass er nicht perfekt ist und dass er Fehler macht, nutzt allerdings diese Fehler, um etwas daraus zu lernen. Sie machen keinen anderen für diese Fehler verantwortlich und sie jammern auch nicht, wenn sie einen Fehler begehen. Sie betrachten jeden gemachten Fehler als eine Lektion, aus der man lernen kann und muss und machen einfach weiter.

Der psychologische Aspekt

Informationen über die Psychologie beim Poker gibt es reichlich, und zwar in einer Anzahl, die hier jeglichen Rahmen sprengen würde. Es gibt allerdings auch einige vernünftige Pokertipps, die man kennen sollte. Man sollte daran denken, dass andere Pokerspieler genauso wichtig sind, wie man selbst. Spieler sind oft nicht auf der Hut, da sie sich Gedanken über sich und ihre Entscheidungen machen und über ihre eigenen Strategien nachdenken. Obwohl dies natürlich auch wichtig ist, wie bereits beim Thema Disziplin besprochen, sollte man auch immer darüber nachdenken, was an anderer Stelle am Pokertisch vor sich geht.

Ein Profispieler ist keineswegs ein Egozentriker. Er muss sich hineindenken in seine Gegenspieler. Das hilft sehr, Entscheidungen zu verstehen die sie in Betracht ziehen.

Ein guter Pokerspieler versucht zu verstehen, folgende 3 Fragen zu beantworten:

1. Welche Hand hält der Gegner?
2. Was könnte der Gegner glauben, welche Hand man selbst hält?
3. Was denkt der Gegner was man selbst denkt, welche Karten der Gegner hält?

Man muss zuerst darüber nachdenken, welche Antworten man zu diesen Fragen zu kennen glaubt und dann muss man diese Informationen nutzen, um eine Situation zu seinen eigenen Gunsten zu manipulieren. Man möchte erst die Antwort auf diese Fragen kennen und muss dann wissen, wie man die Situation zu seinem eigenen Vorteil verändern kann. Hält man beispielsweise König/König und der Gegner As/As und jeder weiß, welche Hand der jeweils andere hält und jeder auch weiß, dass der Gegner dies auch weiß, würde es keinen Sinn mehr ergeben, weiter zu spielen. Ein Profi dagegen würde versuchen, die Situation dahin gehend zu manipulieren, dass er seinen Gegner in die Irre führt. Man muss sich daran gewöhnen, Dinge durcheinander zu mischen damit man nicht zu leicht zu lesen ist. Das ist der Beste, und oftmals auch der einzige Weg, ein ausgezeichnetes Spiel zu spielen.

Wichtige Anmerkung: Eine gute Psychologie ist äußerst wichtig bei einem No Limit Spiel. Sie ist sogar entscheidend, dass man diese Tatsache begreift. Bei Limit-Spielen artet es oftmals in Mathematikschlachten aus, bei No Limit-Spielen dagegen muss dieses starke psychologische Element mit eingeschlossen werden. Anfänger und Neulinge müssen sich vollkommen im Klaren darüber sein, worauf sie sich da einlassen, bevor sie sich an das No Limit Hold’em heranwagen.

Das Management Belohnung vs. Risiko

Das Risiko- und Belohnungsmanagement scheinen offensichtlich, zumal man es im täglichen Leben genauso nutzt, wie am Pokertisch. Gambling bringt aber häufig Aspekte über einen hervor, auf die man gewöhnlich nicht stößt. Man könnte ab und an mit weniger Vernunft und mehr Leidenschaft spielen. Man muss versuchen, zu jeder Zeit das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Aspekten zu erreichen. Es muss vermieden werden, dass diese Dinge außer Kontrolle geraten. Gute Spieler sind nur bereit, ein hohes Risiko einzugehen, wenn die zu erwartende Belohnung entsprechend groß genug scheint. Selbst dann gilt das nur, wenn der zu erwartende Ertrag höher ist, als das Risiko scheint. Dieser Balanceakt beim Poker wird am besten von den Profispielern beherrscht.

Noch wichtiger ist, dass man versteht, dass die Natur des Risiko- und Belohnungsmanagements sich auch außerhalb eines Pokerraums ausbreitet. Man muss immer ein gewisses Budget haben, welches man fürs Poker verwenden möchte und ein zweites Budget für die Lebenshaltungskosten.

Im Allgemeinen sind sehr gute Spieler eher risikoscheu, was für die meisten wohl überraschend sein mag. Mit Blick auf eine Investition sind Personen eher risikoneutral, risikobereit oder risikoscheu. Das ist abhängig davon, wie eine Person vorhandene Investitionsmittel verteilt. Man wird feststellen, dass die meisten erfolgreichen Spieler über eine gewisse Zeit gesehen nicht diejenigen sind, welche das gesamte Bündel in risikobehaftete Spekulationen setzen mit der Hoffnung, einfach Glück zu haben, und sie sind gleichfalls auch nicht diejenigen, welche ihre Geldbündel nur zu seltenen Anlässen einsetzen. Die wirklich guten Spieler sind diejenigen, welche nur kalkulierbare Risiken eingehen und sich lieber auf das Gesamte konzentrieren.

Sich an diesem Beispiel zu orientieren, ist sicher besser, als ständig auf den kompletten Pot aus zu sein. Selbst wenn man einigen Erfolg gehabt haben sollte mit großer Risikobereitschaft, werden diese waghalsigen Strategien mittel- und langfristig zu deutlich geringerem Erfolg führen, als eine überlegte Spielstrategie.

Die Top 5 unter den Online Poker Tipps Viele sind der Meinung, es würde so etwas wie bestimmte Verhaltensweisen beim Poker („Telling“) nicht geben, doch damit liegen sie völlig falsch. Jeder Spieler benutzt sie täglich, jedes mal wenn man sich an einen Pokertisch setzt. Möchte man beim Online-Poker zu den Gewinnern zählen, muss man lernen, wie man Online-Verhaltensmuster für die Optimierung der Gewinne nutzen kann. Die fünf gängigsten Poker-Tipps und deren Nutzung werden nachfolgend beschrieben:

Der schnelle Check
Der vermutlich am einfachsten zu lesende Pokertell. Man sollte sich einen Spieler wünschen, der sofort checkt. Der einfache Grund für den schnellen Check ist, dass das Tool benutzt wurde, welches den Onlinespielern ermöglicht, einfach automatisch zu checken. Dies bedeutet, dass sie lange, bevor das Spiel zu ihnen kam, schon dazu bereit waren, zu checken. Hier stehen die Chancen dann gut, bereits den Pot in der Tasche zu haben wenn man ein vernünftig angemessenes Wager bringt. Gelegentlich werden aber richtig gute Pokerspieler genau diesen Tell gegen einen verwenden, weshalb man auf der Hut sein muss.

Das Warten und Setzen
Dieses Verhalten ist für gewöhnlich ein Zeichen für eine starke Hand, weil der Spieler überlegt, welche Menge er setzen sollte, um das Maximum aus seinem Einsatz für sich herauszuholen. Deshalb dauert es manchmal ein paar Sekunden länger als gewöhnlich. Man muss genau darauf achten, diesen speziellen Tell zu erkennen, aber man muss auch darauf achten, wie lange dieser Spieler gewöhnlich benötigt. Wenn ein Gegner länger wartet und checkt, anstatt seine Wette zu platzieren kann man davon ausgehen, dass sie einen Bluff versuchen. Sollte das der Fall sein, ist es möglich, den Pot mit angemessenem Einsatz zu holen.

Das Wettmuster
Es ist für jede Pokervariante eine wertvolle Ressource, die verschiedenen Verhaltensmuster der Gegner zu kennen. Man muss genau feststellen, in welcher Form jeder einzelne Spieler seine Wetten platziert, wenn er eine gute Hand hält und was sie tun, wenn sie schlechte Karten ihr eigen nennen. Der Großteil der Spieler wird einem das recht offensichtlich zeigen in Form von unterschiedlich hohen Wetteinsätzen. Angenommen, ein Spieler raist im Pre-Flop $ 40, setzt danach aber nur noch sehr kleine Einsätze post-Flop. Das würde eine Schwäche deuten. Er hat höchstwahrscheinlich versucht, die restlichen Spieler am Tisch abzuhängen. Man muss darauf achten, wie die Spieler raisen, wenn sie wahrscheinlich eher Asse als Buben in der Hand halten.

Die schnelle Wette
Wenn ein Spieler schnell setzt, versucht er oft, einen einzuschüchtern. Auf diese Art wird versucht, andere Spieler zum Folden zu bewegen. Man hält dies für ein Zeichen von Stärke, da es erschreckend ist. Allerdings ist diese Spielart oft auf einem Bluff begründet.

Gegner sagen, was sie in der Hand halten
Sofern Spieler einem von ihrer Hand erzählen, ist dies eine merkwürdige Angewohnheit. Vernünftig ist hier davon auszugehen, dass sie absichtlich falsche Fakten erzählen, wenn Spieler dies tun. Es würde keinen Sinn ergeben, wenn ein Spieler einem mitteilt, was er in der Hand hält. Der einzige Grund für dieses Verhalten ist der, dass falsche Informationen ausgegeben werden, in der Hoffnung, dass ein Gegner daraufhin mehr setzt oder foldet.

Die Schlüsselfertigkeiten – Poker-Karten

1. Hohe Paare schnell und starke Hände vor dem Flop spielen. Diese Strategie setzt deutlich mehr Geld in einen frühen Pot und mündet in schwachen Händen, welche eventuell Glück haben, im Flop und einem frühen Fold gegenüber gewinnen

2. Es lohnt sich nicht, eine Karte zu ziehen, nur um das niedrige Ende eines Straights ergänzen zu können. Wenn im Flop neun/acht/sieben erscheint, sollte man auf Bube/zehn abzielen, jedoch niemals in Richtung sechs/fünf.

3. Man sollte niedrige und mittlere Karten, die nicht miteinander verbunden sind, als unspielbar betrachten. Selbst wenn man Karten der gleichen Farbe (Suite) hält, welche jedoch im Flop keinen Straight bringen, sollte man diese ablegen. Beide Straight-Enden sollten genauso wie neun und fünf in jedem Fall in diese schwache Kategorie einsortiert werden.

4. Niedrige Startpaare sollten mit Vorsicht betrachtet werden. Erhält man zu Beginn ein Paar zwischen sechs/sechs bis zwei/zwei, sollte man die Hand nicht aus einer frühen oder späten Position heraus spielen. Man soll nur spielen wenn es sich wirklich lohnt. Trifft man weder Set, Tripple noch Fours oder Ähnliches, ist es immer am besten, zu folden.

5. Kann man nach dem Flop in mehrere Richtungen gehen, sollte man aggressiv spielen. Bieten einem die Karten eine Chance, einen Straight und sogar einen Flush oder ein Set zu treffen, ist es sinnvoll, seine Hand zu raisen.

6. Hat man ab Start ein Ass oder zwei höhere Bildkarten soll man nach einem unbrauchbaren Flop setzen. Der sogenannte „Garbage-Flop“ wäre z. B. ein 3-Karten Suite Rainbow mit Karten, welche unverbundene und mittlere Spielkarten sind. Wird durch einen Gegner geraist, sollte man folden.

7. Nach verbundenen Flops Ausschau halten. Genau diese Flops werden leicht zu Straights, mit denen man ein hohes Paar oder irgendeine andere gute Hand übernehmen kann.

8. Die Chips des raisenden Spielers im Auge behalten. Sind Spieler beinahe All-in, werden oft die Einsätze übers Knie gebrochen, um die Chips in einer Sink- oder Schwimmhand zu sehen.

9. Man muss sich vor suited Flops hüten, wenn diese zur Vervollständigung in Form eines Flushes verwendet werden können. Sollte das passieren, sollte man normalerweise das höchste Blatt (Nut) im Suite halten bzw. Trips, die auffüllen können.

10. Zeigen, dass man nichts in der Hand hatte. Wenn man sich gelegentlich gezielt beim Bluff erwischen lässt, variiert man sein Spiel und wird dadurch schwerer lesbar. Man gewinnt dadurch gelegentlich Pots, welche man garantiert nicht verdient hat, wenn ein Bluff dann gelingt. Es werden zwar einige Chips dadurch verloren, wenn ein Bluff scheitert, führt aber dazu, dass künftig schlechtere Hände callen werden, wenn man selbst eine starke Hand hat.

11. Die Gegner beobachten. Besonders muss man seine Gegner beobachten, wenn man selbst keine Hand spielt und damit die entsprechende Zeit zur Verfügung hat, um sich ausgiebig mit den Gegenspielern befassen zu können. Werden mehr Hände gespielt als gefoldet? Bluffen sie? Ist es möglich, sie erfolgreich zu bluffen? Zeigen sie irgendwelche auffälligen Angewohnheiten, welche Rückschlüsse auf ihre Hände zulassen? All diese Informationen können dann dazu verwendet werden, wenn man gegen diese Spieler antritt.

Die richtige Tischauswahl beim Poker

Oft wird die richtige Tischauswahl beim Poker deutlich unterbewertet. Man könnte annehmen, dass es sehr einfach ist, aber man muss wissen, wonach man suchen muss, um bei der Wahl des Tisches geschickt vorgehen zu können, damit man maximalen Profit machen kann. Man sollte auf jeden Fall jeden möglichen Vorteil für sich ausnutzen, um der bestmögliche Pokerspieler werden zu können. Profis haben schon lange erkannt, dass es darum geht, genau jene knappen Vorsprünge zu finden um sie langfristig für sich nutzen zu können. Die richtige Tischauswahl kann oftmals den Unterschied zwischen Gewinnen und Verlieren ausmachen!

Wie man den richtigen Tisch finden kann
Bevor man sich für einen Pokertisch entscheidet, sollte man den Status checken, der für gewöhnlich direkt neben dem Tischnamen innerhalb der Lobby zu finden ist. Wenn man in einem richtigen Casino spielt, gibt es diese Möglichkeit natürlich nicht, aber in Online-Pokerräumen kann man normalerweise an zwei wichtigen Faktoren sehen, welcher Pokertisch der richtige für einen ist: Casino und Online Casino Test

1. Durchschnittliche Potgröße. Das ist die erste statistische Information, welche man sich ansehen sollte. Man muss sich die Pokertische ansehen und diese Zahlen miteinander vergleichen, um genau den Tisch zu finden, an dem die höchste durchschnittliche Potgröße vorhanden ist, um mehr Profit machen zu können.

2. Die Flop-Statistik. Diese Statistik zeigt, wie viele potenzielle Gegner im Durchschnitt den Flop sehen. Bei den Pokertischen mit einer höheren %-Zahl spielen die Spieler durchschnittlich häufiger auch mit schlechten Karten. Die Wahl, einen Tisch mit der höchsten %-Zahl bei den Flop Views, kann die beste sein.

Die Spieler kennenlernen

Diese Sache kann einem wirklich einen großen Vorteil einbringen, völlig unabhängig davon, ob man online oder offline spielt. Ca. 2/3 aller Onlinespieler scheitern daran, den Tisch zu analysieren weil sie zu sehr mit ihren eigenen Karten beschäftigt sind als die Gegner am Tisch zu studieren. Genau das ist der große Unterschied zwischen Profis und Hobbyspielern. Der Profi kennt seine Gegner und vermag diese richtig einzuschätzen und damit auch zu wissen, wie man gegen die entsprechenden Spieler vorgehen kann und sollte.

Physische Verhaltensweisen findet man bei Onlinespielern natürlich keine, aber dennoch kann man einen Eindruck vom Spielstil jedes Gegners bekommen. Wenn man sich einem Tisch anschließt, hält man Ausschau nach den sogenannten Maniacs. Man muss feststellen, welche Spieler sehr tight spielen. Beobachten sollte man vor allem auch Showdowns und wie alle Spieler ihre Einsätze platzieren. Wenn jeder am Tisch immer im Pre-Flop den raise eines bestimmten Gegners callt könnte das ein Zeichen dafür sein, dass dieser raisende Spieler zu den Maniacs gehört. Sollten alle folden, wenn jemand den Pre-Flop raist, ist das höchstwahrscheinlich ein sehr tighter Spieler.

Wenn man mal weiß, wie jeder Gegner spielt, sollte man seinen Stil immer an den entsprechenden Spieler angleichen, gegen den man gerade im Pot spielt.

1. Tighte Spieler: Sofern man mit einem tighten Gegner im Pot ist, könnte man darüber nachdenken, ihm einen Bluff unterzujubeln. Für gewöhnlich wird er den Bluff dann folden, es sei denn, er verfügt über genug Mut. Diese Sorte Spieler verlässt sich allzu gerne auf Blinds, bevor er sich für etwas entscheidet. Gegen solche Spieler kann es am einfachsten sein zu spielen, weil sie dazu neigen, sehr kalkulierbar zu sein.

2. Die Maniacs: Man kann diese Sorte Spieler die Arbeit für einen erledigen lassen. Man sollte niemals versuchen, einen dieser Maniacs zu bluffen, völlig egal, was passiert. Man muss hier abwarten und die Maniacs mit starken Händen in die Falle locken.

3. Die tight-aggressiven Spieler: Diese Sorte Spieler sind wohl die härtesten Gegner. Man sollte sich von ihnen fernhalten, es sei denn, man hat eine wirklich starke Hand. Diese Spieler zeigen den Spielstil, den die meisten guten Spieler verwenden.

Der Spielzeitpunkt

Man mag möglicherweise nicht zu jedem empfohlenen Zeitpunkt spielen. Wenn man es aber macht, wird man mehr Profit einfahren. Die richtig großen Spiele winken vor allem zum Wochenende oder sehr spät am Abend stattzufinden. Der Großteil der Spieler arbeitet zwischen 8 Uhr und 17 Uhr oder in ähnlichem Zeitraum. Diese Spieler tendieren dazu, sich vorwiegend abends einzuloggen, um beim Poker zu entspannen. Genau von diesen Spielern kann man sich die Chips holen. Da sie Poker nur zum Vergnügen spielen, tendieren sie dazu, loose Spieler zu sein. Die Kategorie der betrunkenen Spieler stößt dann meist am späten Abend oder am Wochenende dazu. Man kann selbstverständlich zu jeder Zeit spielen, wenn man sich diese Vorteile aber sichern möchte und man die Möglichkeit dazu hat, sollte man vornehmlich abends und am Wochenende spielen, da hier die durchschnittliche Ausbeute sicherlich am größten ist.