Online Poker eBook Teil 2

Poker: Der Show Down des Spiels

Ob nun zwei Spieler am Ende übrig geblieben sind oder mehrere Teilnehmer sich Hoffnungen auf den Gewinn des Pots machen, ändert nichts daran: Irgendwann kommt es zum großen Show Down. Der Begriff ist eigentlich aus Westernfilmen geläufig, in denen sich die Helden gegenüberstehen und die Colts ziehen. Angriffslustig geht es sicherlich auch beim Poker zu, dafür ganz ohne Gewalt. Und eine Entscheidung gibt es auf jeden Fall. Spätestens dann, wenn alle Spieler ihre Karten und somit ihr Blatt offen gelegt haben.

Welcher Spieler als erster zeigen muss, was er hat, ist in den Regeln festgelegt. Ausschlaggebend dafür ist die letzte Wettrunde. Derjenige, der als letzter erhöht hat, wäre dann die Nummer eins beim Show Down. Hat niemand erhöht, ist der Spieler an der Reihe, der zuletzt gesetzt hat. Sollte auch niemand gesetzt haben, muss der Spieler die Karten auf den Tisch legen, der als erster gesprochen. Ihm folgen dann nach und nach die anderen Damen und Herren der Pokerrunde. Je nach Wertigkeit des Blattes entscheidet sich dann, wer gewonnen hat. Bei gleichen Kombinationen wird der Pot aufgeteilt.

Poker: Ein variantenreiches Spiel

Poker wird nicht nur in einer Variante gespielt. Im Laufe der Jahre hat sich eine Reihe von unterschiedlichen Spielformen gebildet. Dabei ist das Kartenspiel selbst aus einem Mix verschiedenster Spiele entstanden und noch gar nicht so alt. Am bekanntesten sind die drei Grundvarianten, die es beim Pokerspiel gibt. Dazu gehören Hold’em, Stud und Draw. Jede Variante hat eigene Ableger mit eigenen Regeln.

Poker: Wo wird welche Variante gespielt?

Nicht alle Varianten des Pokerspiels haben sich ähnlich stark ausgebreitet, sondern sind teilweise nur in bestimmten Regionen bekannt und werden auch nur dort gespielt. Andererseits gibt es Pokervarianten, die überall auf der Welt gespielt werden, und immer weiter auf dem Vormarsch sind. Für Europa, insbesondere Österreich und Deutschland, ist das Seven Card Stud die Variante, die am häufigsten an den Tischen gespielt wird. Allerdings zeichnet sich auch hier langsam ein Wandel ab. Denn so wie in den meisten Online-Casinos, gewinnt auch in nicht-virtuellen Spielräumen das Texas Hold’em und Omaha Hold’em immer mehr an Bedeutung. Ansonsten gibt es in den Casinos noch zwei Formen des Stud: Zum einen den Tropical Stud, der auch als Oasis oder Caribbean Stud bezeichnet wird, zum anderen das Easy Poker oder schlicht „Let It Ride“. Diese beiden Varianten werden nicht in großen Runden bis zu zehn Spielern bestritten, sondern jeder spielt einzeln für sich gegen die Bank. Vor allem in den Vereinigten Staaten hat sich auch Pai-Gow-Poker durchgesetzt.

Poker: Draw

Zu den drei Grundvarianten des Pokerspiels gehört Draw. Bekannt ist diese Spielform vor allem aus den vielen Western und anderen Filmen, in denen gepokert wird. Jeder Spieler erhält eine je nach Draw-Variante festgelegte Zahl an Karten. Das Five Card Draw mit – wie der Name schon sagt – fünf Karten je Spieler ist die klassische Variante. Nur der Teilnehmer sieht, welches Blatt er hat. Offene Karten gibt es beim Draw nicht. Dafür besteht die Möglichkeit, zu tauschen. Ob der Spieler nun eine, zwei oder gar alle Karten austauscht, hängt vom Blatt ab, das er in Händen hält. Draw ist daher weit mehr ein Glücksspiel als es die anderen Pokerarten sind.

Poker: Stud

Beim Stud hingegen hat der Spieler sehr viel mehr Möglichkeiten, strategisch zu Werke zu gehen, da eine Vielzahl von Karten offen auf dem Tisch liegt und mit Hilfe von ein wenig Statistik sehr gut abgeschätzt werden kann, wie die eigenen Chancen stehen. Zu den bekannten Varianten des Stud gehören das Seven Card Stud und das Five Card Stud.

Beim Seven Card Stud muss jeder Spieler vor Spielbeginn einen Einsatz tätigen. Danach erhält er zwei verdeckte Karten und eine, die offen liegt. In den nächsten Runden kommen drei weitere Karten hinzu, die offen für jedermann sichtbar sind. Die siebte Karte wird wieder verdeckt ausgeteilt. Mit diesen sieben Karten kann dann jeder Spieler sein Blatt bilden und auf den Pot hoffen.

Poker: Holdem

Die dritte Grundvariante ist das Holdem, wobei Texas Holdem am bekanntesten und mittlerweile auch beliebtesten ist. Wie beim Stud liegen auch hier einige Karten offen auf dem Tisch und erlauben somit ein strategisches Vorgehen. Jeder Mitspieler darf diese offen liegenden Karten benutzen. Anfangs sind es drei Karten. Mit jeder Runde kommt eine hinzu, bis schließlich fünf Karten aufgedeckt sind. Die Teilnehmer selbst haben beim Texas Holdem zwei Karten verdeckt vor sich liegen. Aus diesen beiden Karten und den Karten auf dem Tisch kann nun jeder, der nicht während der Wettrunden ausgestiegen ist, seine Pokerhand zusammenstellen.

Poker: Weniger bekannte Varianten

Jede der drei Grundvarianten kann in sich noch verändert werden. Bekannt und üblich ist, dass beim Poker das höchste Blatt gewinnt. In dem Fall wird High als klassische Variante gespielt. Low oder Lowball wird das Spiel genannt, wenn das niedrigste Blatt den Pot abräumt. High-Low ist nun wiederum ein Misch aus High und Low, bei dem der Pot zwischen dem höchsten und niedrigsten Blatt geteilt wird.

Wenn die Spieler es abwechslungsreich mögen, sollten sie die Variante des „Dealer´s Choice“ wählen. Der Teilnehmer, der die Rolle des Dealers und Kartengebers einnimmt, bestimmt, welche Variante gespielt wird. Dabei kann er auch das Limit ändern, bestimmte Karte zu Jokern erklären und neue Kartenkombinationen kreieren. Ein eher einfaches Beispiel für „Dealer´s Choice“ wäre zum Beispiel der Five Card Draw Lowball No Limit. Ein langer Name, hinter dem sich ein mit fünf Karten gespieltes Draw verbirgt, bei dem es kein Einsatzlimit gibt und der Sieger das niedrigste Blatt haben muss oder Omaha Hold’em.

Weniger bekannt sind die eher exotischen Varianten des Pokers. Dazu gehören das russische oder chinesische Poker, das auch als Tichu bezeichnet wird, Chicago, Poker Joker, bei dem drei Joker mit im Spiel sind, oder das Royal-Poker, das nur auf den Karten von Zehn bis Ass aufbaut. Schon etwas bekannter ist der Strip-Poker. Der Einsatz erfolgt nicht bar, sondern in Form von Kleidungsstücken, derer sich der Verlierer entledigen muss.

Poker: Die High-Low-Variante

Die High-Low-Variante beim Poker zwingt den Spieler dazu, in zwei Richtungen zu denken. Denn es geht nicht alleine darum, die beste Hand zu haben, sondern auch darum, das mieseste Blatt vorweisen zu können, um zu gewinnen. Seven Card Stud, Omaha Poker und Texas Hold’em gehören zu den Pokerspielen, bei denen High-Low durchaus üblich ist. Der Pot wird dabei zwischen den beiden Spielern mit der der High Hand – dem besten Blatt – und der Low Hand – dem schlechtesten Blatt der Runde – aufgeteilt. Bei der Bestimmung der niedrigsten Hand werden teilweise spezielle Vereinbarungen getroffen.

Jeder Spieler kann in beiden Kategorien versuchen, den Anteil am Pot zu ergattern. Denn für High und Low Hand dürfen jeweils neue Kombinationen aus den vorhandenen Karten, ob nun aus den eigenen Karten oder zusammen mit den Gemeinschaftskarten – je nach Pokervariante – gebildet werden. Auf diese Weise ist es durchaus möglich, dass ein Spieler den kompletten Pot abräumt, weil er in beiden Kategorien gewinnt. Sollte der Pot nicht durch zwei teilbar sein, geht der Jeton, der nicht geteilt werden kann und Odd Chip heißt, an den Spieler mit der High Hand.

Online-Poker: Immer beliebter

Da nicht jeder ein Casino in der Nähe hat oder in der Nachbarschaft eine begeisterte Pokerrunde zusammenstellen kann, wird Online Poker immer beliebter. Es kann jederzeit gespielt werden, ganz bequem über das Internet, mit Gegnern aus der ganzen Welt. Dazu ist in der Regel nötig, sich kostenlos zu registrieren und ein Programm herunter zu laden, mit dem man Zugang zum Pokerroom erhält. Um an diesen Spielen teilnehmen zu können, sollte man der englischen Sprache mächtig sein, in der man sich in den Pokerräumen vornehmlich unterhält.

Über mangelnde Nachfrage und damit Verdienst können sich die unterschiedlichen Anbieter von Online-Poker nicht beklagen. Sie erhalten zur Finanzierung der Dienste einen Anteil von jedem Pot – so wie in den anderen Casinos auch, beträgt er zwischen vier und stolzen 20 Prozent. Anders sieht es aus, wenn nicht Bares, sondern Spielgeld zum Einsatz kommt. Die Höhe der Einsätze, die in der Regel in Dollar gemacht werden, reicht von einem Cent bis hin zu einigen hundert Dollar. Die niedrigen Einsätze sind vor allem für Anfänger gedacht, die ein Gefühl für das Spiel bekommen sollen. Oder man spielt eines von unzähligen Freerolls, die von jedem Pokerroom angeboten werden.

Ob Poker in dieser Form legal ist, steht noch in den Sternen. Genaue Regelungen diesbezüglich gibt es nicht. Für alle Anbieter, die in Deutschland aktiv werden, ist eine entsprechende Konzession nötig. Liegt diese nicht vor, handelt es sich um ein illegales Spiel, bei dem auch die Teilnahme strafbar ist. Die Probleme liegen darin, dass nicht geklärt ist, ob auch ausländische Konzessionen in der Bundesrepublik gültig sind. Hinzu kommt, dass Veranstalter und Spieler nicht unbedingt in den gleichen Staaten ansässig sind. Grundsätzlich sollte man sehr genau schauen, bei welchem Anbieter man Online Poker spielt.

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