Casinos Macao

Die Insel Macao ist eine ehemalige Kolonie von Portugal, welche im Jahr 1999 in die Volksrepublik China eingegliedert wurde. Die ehemalige Kolonie ist die zweite Sonderverwaltungszone innerhalb Chinas. Die besitzt zahlreiche Vorzüge und einmalige Eigenschaften. Zu diesen gehören auch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, welche sich auf der Insel befinden. Diese stammen zu einem großen Teil noch aus der Kolonialzeit und sind somit Zeugen der komplexen Vergangenheit des Staates. Die größten Einnahmen erhält die Regierung aus dem Tourismus und dem Glücksspiel. Aufgrund des zuletzt genannten Punktes wird die Provinz auch als Monte Carlo oder Las Vegas des Ostens bezeichnet. Beim Ausbau der Glücksspielbranche wirken auch die Unternehmen aus dem originalen Las Vegas mit und wittern die Chance, eine stabile Einnahmequelle innerhalb des Fernen Ostens zu errichten. Dank der Legalisierung des Glücksspiels innerhalb der Provinz werden auch die Touristen aus Hongkong angelockt. Denn innerhalb dieser Stadt ist das Glücksspiel verboten, weiterhin liegt Macao direkt vor den Küsten und eignet sich somit hervorragend für die Städter, welche das Glück herausfordern wollen. Inzwischen hat sich bereits ein reger Pendelverkehr eingerichtet, welcher täglich zu beobachten ist.

Die Entwicklung des Glücksspiels

In Macao gibt es bereits seit geraumer Zeit entsprechende Einrichtungen für Spieler. Doch früher gab es passende Etablissements, in welche sich auch die niedrigen Bevölkerungsschichten begeben konnten, nachdem sie ihr Tagewerk geleistet hatten. Aber mit dem Wandel der Zeit verschwanden diese kleinen Spielhütten und wurden durch große, vergoldete Casino abgelöst. Für die ärmere Bevölkerung eignen sich diese Einrichtungen nun nicht mehr, sie sind auf die Personen ausgerichtet, welche nicht aus Macao stammen und sehr viel mehr Geldmittel besitzen. In den großen Glückseinrichtungen herrschen strenge Vorschriften und selbstverständlich machen die Unternehmen täglich sehr viel Umsatz, wobei ein Teil von diesem direkt in die Staatskasse fließt.

Das Glücksspiel ist bereits vor 1999 auf die kleine Insel gezogen und sehr populär geworden. Bereits zu der damaligen Zeit belegten die Kolonialherren mit ihren Casinos eine Branchenlücke. Denn die Briten hatten in ihrer ehemaligen Kolonie das Glücksspiel bereits innerhalb des späten 19. Jahrhunderts verboten. Erst durch diesen Schritt kamen die Portugiesen auf die Idee, mehr Geld in entsprechende Einrichtungen zu investieren. Doch damals waren sie sehr darauf bedacht, dass das Spiel für alle Bevölkerungsschichten attraktiv erscheint. Damals war es auch noch üblich, dass die Taxifahrer nach einem erfolgreichen Arbeitstag in eines der gemütlichen Etablissements einzogen und etwas von ihrem hart verdienten Geld verspielten. Damals wurden die Kasinos hauptsächlich am Wochenende sehr voll, wenn die Menschen aus dem nahegelegenen Hongkong kamen, um ebenfalls zu spielen.

Innerhalb der 1990er Jahre begaben sich jedes Wochenende mehrere Tausend Hongkonger nach Macao. Natürlich bot die Insel noch mehr als nur das Glücksspiel, es gab günstige Hotels, katholische Kirchen, koloniale Fassaden und gutes Essen. Doch das war den meisten Besuchern aus der nahe gelegenen Siedlung egal, sie wollten ihre freie Zeit nur nutzen, um ihr Geld in das Glücksspiel und dadurch in den Staat zu investieren. Damals wurden circa 40 Prozent der Staatsausgaben durch die Spielsteuer gedeckt. Die große Beliebtheit und die Versessenheit der Spieler wurden auch dadurch gefördert, dass bereits damals der 24-Stunden-Betrieb für die Kasinos gestattet war. Somit konnten die versessenen Zocker sowohl tagsüber, als auch nachts spielen.

Das Spielmonopol wurde damals von Stanley Ho geleitet und brachte ihm sehr viel Geld ein. Als sich jedoch die Zeit der Kolonien dem Ende neigte, begann auch dieser Mann um seine Existenzgrundlage zu fürchten. Denn die kommunistische Regierung in Peking hatte nun auch dort das Glücksspiel verboten und würde vermutlich auch diese kapitalistische Verführung aus Macao vertreiben. Allerdings stellte sich dann heraus, dass die Kommunisten nun doch dem Geld verfallen waren. Sie trafen sich mit der Verwaltungseinheit von Macao und dem Monopolisten Stanley Ho und einigten sich auf einen Deal. Dieser beinhaltete eine Verlängerung der Glücksspiellizenzen, wenn im Gegenzug auch andere Investoren sich in diese Branche vorwagen durften.

Nun gibt es in Macao kaum noch ein Gebiet, welches nicht über ein prunkvolles Casino verfügt, in welchem die Touristen ihr Geld verspielen können. Insgesamt gibt es auf der Insel mehr als 20 Spielbanken. Das größte von ihnen ist das goldene Sands am Fähranleger. Dieses wurde im Jahr 2006 erst wieder erweitert und besitzt inzwischen mehr als 1.250 Spielautomaten sowie über 740 Tische. Obwohl das Kasino erst im Jahr 2004 eröffnet wurde, hat es bereits fast 100 Millionen Besucher verzeichnet. Laut dem Besitzer ist es weltweit das größte Poker Kasino und übertrifft selbst die herrlichen Hallen von Las Vegas. Das Wynn Macao, welches von Steve Wynn einem Tycoon aus Las Vegas geleitet wird, ist ebenfalls sehr groß und ist in mehr als 20 Stockwerke aufgeteilt. Dieses Objekt besitzt circa 300 Spieltische und ungefähr 400 Spielautomaten und bietet somit ein sehr ansehnliches Bild für jeden Freund des Glücksspiels.

Zu den Kasinos auch Hotels

Diese Kasinos gelten als die Urgesteine und die Grundlage der heutigen Poker Industrie in Macao, doch diese expandierte im Jahr 2007 noch weiter. Im Herbst des genannten Jahres wurde das Hotel „Venetian Macao“ eröffnet, welches das Aussehen der kleinen Insel noch mehr dem von Las Vegas annäherte. Die Wohneinrichtung verfügt über 39 Stockwerke, welche mit insgesamt 3.000 Zimmern ausgestattet sind. Selbstverständlich ist auch die Namenswahl kein Zufall, denn genauso heißt auch ein Hotel in Las Vegas, welches außerdem ähnlich aussieht. Beide Einrichtungen haben einen venezianischen Stil, weshalb sie sehr elegant wirken und natürlich auch entsprechend hohe Mietkosten verlangen.

Als Ansiedlungsort für die Hotels dient der Ortsteil Cothai. Er befindet sich auf einer Landausschüttung, welche eine Fläche von circa vier Quadratkilometer einnimmt. Doch das Venetian soll nicht das einzige Großhotel in Macao bleiben, inzwischen wurden bereits zahlreiche andere Bauvorhaben bekannt gegeben und in die Wege geleitet. Laut den aktuellen Planungen sollen die Unterkünfte mehr als 60.000 Betten zur Verfügung stellen. Weiterhin besitzen die Hotels wie die Vorbilder in Las Vegas auch entsprechende integrierte Kasinos. Mehrere Tausend Spieltische und Automaten sollen in den Hotels untergebracht werden und somit die glücksbedürftigen Besucher von Macao beglücken. Für die Errichtung dieser Wohneinrichtungen sollen circa fünf Milliarden US-Dollar investiert werden.

Täglich können zahlreiche Chinesen beobachtet werden, welche extra mit Reisebussen nach Macao fahren, um dort ihr Glück beim Poker zu versuchen. Jedoch sagen sie selbst häufig, dass sie nicht von einem Gewinn ausgehen, es aber dennoch versuchen wollen. Ein Versuch würde ihnen nicht schaden außerdem freut es die Regierung Macao. Wenn die Unternehmen weiterhin mit dem bisherigen Tempo expandieren, dann ist anzunehmen, dass Macao tatsächlich schon bald das größte Spielerparadies der Welt sein wird. Weiterhin wird es als zusätzliche Stütze der Kasinobetreiber aus Las Vegas dienen, da diese hauptsächlich die Bauvorhaben leiten.